Donnerstag, 7. Mai 2026

Einordnung des Genoms

Das Genom enthält zwar die Informationen von Molekülen, welche die Zelle für die Fortführung ihrer Existenz und Funktion benötigt, aber die Instruktionen für den konkreten Abruf (Transkription) stammen aus der Zelle selbst (Zytoplasma). 

Die genetischen Informationen gelten nur für die Zelle, in der sich das Genom befindet. Das "Weitergeben der Gene" bei der Zellteilung bezieht sich nur auf die Fortführung der Existenz und Funktion der Tochterzellen und ist kein Akt einer Vererbung. 

Der Vorgang der geschlechtlichen Fortpflanzung dient der Variation der Gene der Eizelle und nicht der Erzeugung eines neuen Organismus. Denn in der Zygote findet keine Transkription statt und beide haploiden Chromosomensätze müssen erst noch reprogrammiert werden. 

Die körperlichen Merkmale eines mehrzelligen Organismus werden durch das Zusammenspiel verschiedener Zelltypen konstruiert. Das heißt, dass die Gene selbst kein direktes Verhältnis zu den körperlichen Merkmale eines mehrzelligen Organismus haben und somit auch nicht zum Organismus selbst. 


Fazit:

  • Die Gene steuern nicht die Zelle.
  • Die Gene sind keine Erbinformation.
  • Die Fortpflanzung erzeugt keine neuen Organismen.
  • Das "Weitergeben der Gene" ist keine Vererbung.
  • Die Eizelle initiiert eigenständig die Embryogenese und ist die Reproduktionszelle des Menschen. 

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