Auffällig ist, dass die klassische Zelltheorie zwar festhält, dass Zellen aus Zellen entstehen und dabei ihre Gene weitergeben, jedoch nicht explizit benennt, dass die Zellteilung selbst eine Reproduktion reinsten Wassers darstellt. Sie erwähnt das Ergebnis – die Weitergabe der Gene –, verschweigt aber den entscheidenden Vorgang: dass die Gene zuvor repliziert werden müssen. Diese Auslassung wirkt heute umso paradoxer, als der KI-Modus von Google die Zellteilung geradeheraus als Fortpflanzung bezeichnet und dabei sogar einzellige Organismen wie Bakterien als Beispiele heranzieht. Damit wiederholt er unbewusst genau das begriffliche Durcheinander, das die Biologie seit über einem Jahrhundert mit sich trägt: Man versteht die Reproduktion der Zellen intuitiv richtig, scheut aber davor zurück, sie auch begrifflich als das anzuerkennen, was sie ist – die einzige echte Reproduktion im gesamten Reich des Lebens.
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